Fibre Channel ist seit vielen Jahren eine etablierte Technologie zur Anbindung zentraler Storage-Systeme. Aber wie lässt sich Fibre Channel mit Proxmox VE nutzen?
Im Gegensatz zu iSCSI verwendet klassisches Fibre Channel ein eigenes SAN-Netzwerk. Server werden über Fibre-Channel-HBAs und in der Regel entsprechende Switches mit einem zentralen Storage-System verbunden.
Was bringt Fibre Channel bei Proxmox VE?
✅ Dediziertes Storage-Netzwerk: Der Storage-Datenverkehr läuft unabhängig vom normalen Ethernet-Netzwerk.
✅ Hohe und vorhersehbare Performance: Fibre Channel ist für blockbasierten Storage-Zugriff mit niedrigen Latenzen ausgelegt.
✅ Redundanz durch Multipathing: Mehrere unabhängige Pfade zwischen Proxmox-Hosts und Storage-System erhöhen die Verfügbarkeit.
✅ Shared Storage: Mehrere Proxmox-Nodes können auf zentral bereitgestellte LUNs zugreifen. Damit lassen sich beispielsweise Live-Migrationen ohne Verschieben der VM-Datenträger realisieren.
Wichtig bei der Einrichtung:
Fibre Channel allein macht noch kein gemeinsam nutzbares Proxmox-Storage. Die LUNs müssen korrekt bereitgestellt, über Zoning und LUN-Masking abgesichert und mit geeignetem Multipathing konfiguriert werden.
Für gemeinsam genutzte VM-Datenträger ist außerdem ein passendes Storage-Backend erforderlich, beispielsweise LVM auf einer gemeinsam erreichbaren LUN.
Fazit: Fibre Channel kann insbesondere dann sinnvoll sein, wenn bereits eine FC-SAN-Infrastruktur vorhanden ist oder ein dediziertes Storage-Netzwerk benötigt wird. Es ist aber nicht grundsätzlich besser als iSCSI – entscheidend sind die Anforderungen und die vorhandene Infrastruktur.
➡️ In Teil 5 unserer Serie geht es um NFS als Storage für Proxmox VE.
Weitere Infos: https://www.storitback.de/service/proxmox-tipps-tricks-konfiguration.html
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