Ein Backup ist vorhanden – aber kann ein Angreifer es auch erreichen und löschen?
Genau hier kommt das Konzept Air Gap ins Spiel.
Ein Air Gap bezeichnet eine Trennung zwischen den produktiven IT-Systemen und einer Sicherungskopie. Ziel ist es, zu verhindern, dass ein Angreifer, eine Schadsoftware oder ein kompromittiertes Administratorkonto direkt auf alle Backups zugreifen kann.
Ein klassisches Beispiel ist Tape: Wird ein beschriebenes Band aus der Tape Library entnommen und sicher gelagert, besteht keine aktive Netzwerkverbindung mehr zum Backup-System.
Aber auch andere Konzepte können eine logische oder zeitweise Trennung schaffen – beispielsweise Backup-Ziele, die nur während definierter Sicherungsfenster erreichbar sind.
⚠️ Wichtig: Air Gap und Immutable Backup sind nicht dasselbe.
Bei einem Air Gap steht die Trennung beziehungsweise Nichterreichbarkeit im Mittelpunkt. Bei einem Immutable Backup geht es darum, dass gespeicherte Daten für einen festgelegten Zeitraum nicht verändert oder gelöscht werden können.
Beide Konzepte können sich deshalb sinnvoll ergänzen.
💡 Für die Praxis: Entscheidend ist nicht nur, ob ein Backup existiert, sondern auch, ob es nach einem erfolgreichen Angriff auf die Produktivumgebung noch erreichbar, intakt und wiederherstellbar ist.
Deshalb gehört die Absicherung der Backup-Infrastruktur genauso zur Backup-Strategie wie die eigentliche Datensicherung.
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