Storage und Backup

Normale Version: Backup-Hardware für virtuelle Umgebung
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Hallo an alle.
Wir möchten in unserer Firma die Datensicherung für unsere virtuelle Umgebung verbessern. Dazu sollen die Sicherungsdaten direkt aus den virtuellen Maschinen auf einen Bandwechsler (oder Tape-Library) geschickt werden. Der Datensicherungsserver soll auch eine virtuelle Maschine werden (ist zur Zeit noch nicht so).
Wie bekommen ich den Bandwechsler erreichbar von einer virtuellen Maschine? Meine ersten Tests haben gezeigt, das e swohl nicht klappt, gibt es da eine Lösung?

PS: Wir setzen VMware ESX4.1 mit Essentials Plus ein.

Ciao
Arron
Hallo Arron74,

vom Prinzip her ist es möglich, Bandlaufwerke und Wechsler durch den ESX in eine VM zu leiten. Dafür gibt es mehrere Möglichkeiten im ESX:
1. das PassThrough Feature: Eine FC Karte wird für eine bestimmte VM konfiguriert und nur diese VM kann den FC Adapter und damit alle daran angeschlossenen Geräte nutzen. Großer Vorteil: Die Performance ist sehr gut, da man mit einem 8 Gbit/s HBA dann auch ein LTO5 Laufwerk versorgen kann und im Streaming hält. Nachteil: Man benötigt eine eigene FC Karte für die Datensicherung, sollte eine VM umziehen, so muss auch auf dem anderen ESX eine eigene FC Karte vorhanden sein.
2. über iSCSI: Bandlaufwerke und Wechsler können auch über iSCSI angebunden werden. Und Gigabit-Ethernet steht ja jeder VM über die virtuellen Switches zur Verfügung. Da dies normale TCP/IP ist, klappt es auch mit VMotion bzw. einem Umzug per Hand. Nachteil: Bei iSCSI kommt man maximal auf 80 MB/s und das reicht weder für ein LTO4 noch für ein LTO5 Band aus (das Laufwerk bleibt bei der Sicherung nicht im Streaming un dgeht schneller kaputt und ist noch mal langsamer). Also gerade bei großen Datenmengen nicht so richtig geeignet.
3. über iSCSI, aber erst auf eine virtuelle Tapelibrary. Damit ist das Problem mit dem Streaming nicht mehr vorhanden, aber wenn benötigt, muss man jetzt die Daten auf das Tape bekommen. Und dafür würde man wieder einen externen Backup-Server benötigen.

Das Ganze hängt natürlich auch von der Backup-Software ab. Die muss das natürlich auch mitmachen.

Viele Grüße!
iSCSI hört sich nicht schlecht an. Also wir haben nicht so viele Daten. Es ist ein Exchange für 10 User, Sharepoint, eine Kundeverwaltung (MS-SQL) und ein paar kleinere Anwendungen (Buchhaltung uns so). Von der Kapazität würde uns LTO2 komplett reichen, mehr Daten haben wir nicht und sonst wir das Band ja nicht voll ...

Aber wie bekommen sich denn jetzt den Loader von SCSI auf iSCSI? Oder kann ich den direkt per SCSI an den ESX anschliessen? Aber dann muss ich ja von SCSI auf iscsi kommen ...

Ich habe das mal durchgerechnet, wenn ich nur 50 MB/s erreichen sollte, dann kommen ich mit 100% Zeit-Reserve für die Sicherung hin. Das passt also.

Hoffe auf einen Tipp bzgl der Umsetzung.

Ciao
Arron
Hallo Arron,

für die Anforderungen haben wir was für Dich: ATTO IPBrige 1550.
Auf der einen Seite ist ein SCSI Anschluss mit U320, also passend für den Loader und auf der anderen Seite ein RJ45 Gigabit Anschluss. Das Mapping macht das Gerät automatisch, also alle SCSI Devices werden auf iSCSI gemappt. Ist auch ganz einfach zu administrieren und klappt auch reibungslos mit ESX.

Nur mehr als 60 bis 70 MB/s schafft man nicht, ideal evtl. noch 80 MB/s, aber dann ist Ende. Aber für LTO2 oder LTO3 klappt das noch.

Gruß
Stephan
nochmals Danke, auch für die schnelle Lieferung.

Läuft sehr gut, komme so an die 60 MB/s. Allerdings hatte ich vorher nur 50 MB/s und das direkt per SCSI. Die Verbesserung scheint am schnelleren Server zu liegen.